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Unsere Geier
Man kann ja auch immer ganz doll hoffen, das es Gurke und Chilli gut geht. Vielleicht genießen sie ihre Freiheit und haben es gut.
Aber der arme blinde Spatz hmmm was soll man da bloß machen. So ist das doch auch kein Leben für ihn.
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Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!
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Zitat: Vielleicht genießen sie ihre Freiheit und haben es gut.

Ich versuche auch, mir das einzureden. Aber es gelingt mir nicht immer. Unsure

Der halbblinde Spatz orientiert sich jetzt deutlich besser. Das andere Auge scheint tatsächlich zu funktionieren. Wahrscheinlich war er durch den Schlag und den Funktionsverlust des anderen Auges so desorientiert, dass er quasi blind war. Er übt fleißig anzupeilen und zu fliegen, verfehlt das Ziel aber meist um einen halben Meter. Nicht nur, dass das Sichtfeld halbiert wurde, jetzt ist ja auch das räumliche Sehen weg. Auch das Aufpicken von Nahrung fällt ihm schwer. Er haut auch dabei ständig daneben. Daher füttere ich ihn noch zu. Das wird aber gerade sehr schwierig. Nur wenn ich superleckere Sachen habe (tote Fliegenmaden), macht er noch den Schnabel auf.

Er wird also schon lernen, zurecht zu kommen. Ganz so scheu ist er auch nicht mehr. Natürlich mag er sich nicht einfangen lassen (spätestens zur Nach muss er halt in den Käfig und findet ihn noch nicht selbst), aber eben ist er sogar in meiner Hand eingedöst.
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Der kleine Blindfisch lebt noch...
Allerdings kneift er das Auge jetzt wieder zu, nachdem er es erst wieder geöffnet hatte.
Es scheint jetzt auch zu schrumpfen. Ich hoffe, dass es vernarbt, und er nicht dauerhaft Schmerzen haben wird.

Auch scheint eine der Zehen gebrochen zu haben. Die klappt manchmal unter die mittlere. Er kann aber normal laufen und klettern.

Das Anpeilen auf Distanz klappt ganz gut. Nur Aufpicken aus der Nähe kann er praktisch gar nicht gezielt. Er frisst mittlerweile aus der Hand. Da er immer daneben haut, kneift er mich dabei auch ganz schön.

Im Wintergarten bewegt er sich zwar herum, aber deutlich lustloser als Gurke und Chili, die die ganze Zeit herumgeturnt und gedüst sind. Die meiste Zeit schläft er, verkrümelt in eine Ecke oder das Hamsterhäuschen. Wahrscheinlich hat er immer noch Schmerzen.

Den muss ich wohl behalten. Ich hoffe, dass er sich mit seinen Verletzungen arrangieren kann, wenn sie verheilt sind. Wenigstens ziehe ich nicht wieder Katzenfutter groß. Ich kann die Videos von Gurke und Chili gar nicht bearbeiten, so sehr tut es mir in der Seele weh. Unsure
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Charly hat gerade aus meiner Kaffeetasse getrunken. Und er wollte sogar noch mehr. Ich hoffe, dass das Koffein für ihn nicht schädlich ist. Man kann diesen Vogel echt keine Sekunde aus den Augen lassen. Panik

Mittlerweile frisst er mir aus der Hand.

Das kam sehr plötzlich, dass er mir so vertraut hat. Er hatte sich nämlich mit den Krallen in einem Wollfaden verheddert, den Kara rumliegen lassen hat.
Der Faden war um beide Beine gewickelt, und er machte es durch Zupfen nur noch schlimmer.

Ich musste ihn daher einfangen und meine Mutter musste ihn festhalten, während ich die Fäden entfernte. Was er natürlich als sehr stressig empfand. Bei der Gelegenheit habe ich auch seine überlangen Krallen gekürzt.

Ich dachte "Jetzt hasst der Vogel mich auf Lebzeiten."

Aber das Gegenteil war der Fall. An dem Abend hat er mir das erste Mal aus der Hand gefressen. Offenbar hat er verstanden, dass ich ihm geholfen habe, obwohl das für ihn eine extrem stressige Prozedur war. Das zeigt wie schlau Vögel sind, und wie gut sie abstrahieren können. Ein einfach gestricktes Tier hätte nur sich daran erinnert, dass ich es eingefangen, festgehalten und an den Krallen herumgeschnibbelt habe. Aber Charly konnte offenbar zwischen seinen Stress und dem positiven Resultat der Behandlung trennen, und hat meine guten Absichten darin erkannt.

Seitdem die Krallen gekürzt sind (sie müssten eigentlich noch kürzer, aber die Blutgefäße waren so weit reingewandert), flitzt Charly zu Fuß mit einem Affentempo durch die Gegend. Hrhr
Und er kann auch endlich entspannt auf einer Stange sitzen. Vorher haben sich die hinten Krallen offenbar in seinen Bauch gebohrt, wenn er sich tief hinsetzen wollte.

Ich befinde mich in einem echten Dilemma. Ich habe einen Züchter gefunden, der mir einen zweiten Maina verkaufen würde. Dann wäre Charly nicht mehr alleine.
ABER ich will eigentlich keine Vogelzucht unterstützen. Auf der anderen Seite gibt es Haubenmainas nur selten auf anderem Wege.

Etwas warte ich noch mit der Entscheidung und suche weiter nach Alternativen. Ansonsten muss ich wohl einen kaufen.

Und mein noch namenloser, einäugiger Spatz sollte auch nicht alleine bleiben. Zum Glück sind Hausspatzen die häufigsten Wildvögel, die in Pflege bleiben müssen.
Vielleicht findet sich ja ein zweiter für eine Behinderten-WG.
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Charly, dieses Aas von einem Vogel. Wehe du!

Der weiß, wie man die Volierentür von Innen öffnet. Mein Bruder hat schon gesagt, dass er ausgebrochen ist, als er im Sommer auf ihn aufgepasst hat. Aber so recht glauben wollte ich es nicht. Obwohl es davor schon einmal passiert ist, dass ich "vergessen" hatte, den Riegel richtig zu schließen.

Aber jetzt habe ich ihn erwischt. Er ist nämlich sehr schlau und öffnet erst Mal heimlich den Riegel, wenn er alleine ist, lässt die Tür aber geschlossen. Und dann stößt er die Tür später auf, wenn er Bock auf Ausbruch hat.

Zum Glück bricht er aber nur selten raus. Er weiß ja, dass ich ihn sowieso jeden Tag mehrere Stunden in den Wintergarten lasse. Und er fühlt sich in der Voliere so wohl, dass er manchmal gar nicht aus will, z.B. wenn das Wetter schlecht ist. Nur wenn er sieht, dass ich die Küchentür oder Vitrine offen gelassen habe, dann schleicht er sich raus. Da gibt es nämlich so viele schöne, interessante, glänzende Dinge, in denen er sich bewundern oder sie klauen kann. Wenn man ihn dabei erwischt, wird er ganz still, denn er weiß ganz genau, dass er nicht in die Vitrine und Geschirrschubladen soll. Rolleyes

Oder wenn Kara mit ihren Freundinnen im Wintergarten tobt. Dann will er natürlich dabei sein. Er liebt nichts mehr als wenn es laut und wuselig ist.

Ich lasse ihn zusammen mit dem einäugigen Spatz fliegen. Die beiden verstehen sich mittlerweile. Charly hat den Kleinen am Anfang noch gekniffen, aber mittlerweile hat er rausgefunden, dass Spatzenschnäbel zwar kürzer aber wesentlich kräftiger sind als die von Insektenfressern. Hrhr
Spatzen keilen sich sowieso ständig untereinander. Und auch Mainas sind sehr kämpferisch. Deswegen denke ich nicht, dass die Erfahrung beide traumatisiert hat. Jetzt ist es wenigstens friedlich zwischen den beiden.

Einauge (wir haben noch keinen passenden Namen) findet zwar immer noch nicht wegen seiner "Weitsichtigkeit" alleine aus dem Käfig raus und wieder rein, weshalb ich ihn immer einfangen muss. Mittlerweile ist er weniger panisch, wenn ich ihn einfange, aber beisst nachwieso kräftig zu. Im Freiflug dreht er sich oft im "Kolibriflug" um sich selbst. So hat er gelernt, sich im Raum umzuschauen. Er kommt auch freiwillig schon auf Armlänger heran.
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Der Charly ist ja so ein richtiger Schlingel. Aber ich weiß auch, das die sowas können und finde es trotzdem immer wieder erstaunlich. Auch son kleiner Wellensittisch hat sowas drauf. Einfach mal auisbrechen und so. Big Grin 
Toll das die beiden sich am Ende doch gut verstehen, das ist viel wert und schön das Einauge einigermaßen zurecht kommt.
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Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!
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(14.11.2019 14:08)Codo schrieb: Er liebt nichts mehr als wenn es laut und wuselig ist.
Wenn ich ein Tier wäre, dann zumindest schon mal keine Maina. Hrhr

"Einauge" ist auch ein geiler Name. Big Grin

Ich kann mir so richtig vorstellen, was Charly für ein Schlingel ist. Ich war damals, als ich noch meine Wellis hatte, in einem Papageienforum und da hatte jemand heimlich gefilmt, wie sein Ara den Schiebeverschluss von der Tür öffnet. Wehe du! Ich glaube, für solche Vögel braucht man echt ein richtiges Schloss.
Meine / unsere Let's Plays
[Bild: gbtvsofao2q61.gif]
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Ich musste Charly leider wieder die Krallen schneiden. Trotz Naturholz wetzen sie sich nicht genug ab. Wahrscheinlich, weil ich sie auch gar nicht auf die richtige Größe stutzen kann, ohne die Gefäße zu verletzten.

Gestern hat er mich gehasst, heute morgen war alles wieder gut.

Es hat ein paar kleine Blutstropfen gegeben, denn die Gefäße sind in der dunklen Kralle nicht zu erkennen.
Die schicke ich jetzt ins Labor, um das Geschlecht endlich bestimmen zu lassen.

Genau wie der Spatz sollte er nicht alleine bleiben. Einen zweiten Maina könnte ich noch in der Voliere unterbringen, aber mit dem Spatz weiß ich wirklich nicht weiter. Der bräuchte eigentlich auch eine zweite Voliere plus einen Kumpel. Aber dazu werde ich echt keinen Platz haben.

Und ihn weggeben? Es hat lange gedauert, bis er sich bei uns orientieren konnte. Ich habe auch Angst, dass er dann den ganzen Tag in einem Käfig hocken muss.

Beim Spatz muss das Glück entscheiden, ob jemand anderes (oder ich) ein Spatzenfindelkind hat. 
Ich weiß aber nicht, wie lange es noch vertretbar ist, dass ich darauf warte, dass jemand einen Haubenmaina abgeben will.
Denn gezüchtete Vögel will und kann ich eigentlich nicht kaufen.

Argh, moralisches Dilemma. Wallbash
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Ohje, Krallen schneiden war bei meinen Wellis auch immer extrem verhasst. Ich hab sie versucht, mit einem Tuch oder Kescher zu fangen, damit sie nicht die Hand als was Böses sehen, aber es war trotzdem immer sehr stressig. Danach haben sie mich immer angeguckt, als ob ich sie umbringen wollte. Aber zum Glück musste das nur selten sein.

Dein Dilemma verstehe ich gut. Aber ist eine Haubenmaina am Ende nicht (über Umwege) immer von einem Züchter? Falls es dich etwas tröstet: die meisten Züchter machen das nur hobbymäßig und verdienen kaum daran. Das war bei den Katern meiner Eltern auch so.

Aber ich drück dir natürlich trotzdem die Daumen, dass sich die passenden Umstände einfach ergeben. Knuddel
Meine / unsere Let's Plays
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