22.04.2019 10:05
Nein, ich habe absolut gar nichts gefunden, was auch nur ansatzweise ein ähnliches Spielprinzip hat.
Das war ja deutlich mehr als Monster züchten und sammeln. Auch wenn man es natürlich auch nur so spielen konnte.
Erstens waren die Norms, Ettins und Grendels komplexe Lebewesen mit hunderten von Genen, die Instinkte, Erscheinung, chemische Reaktionen, Neuronen etc. regelten.
Das machte es ja gerade so spannend ihr Verhalten, ihre Interaktionen und ihre Reaktionen auf die Umwelt zu beobachten, und zu sehen, welche Eigenschaften sich vererben oder sogar mutieren würden.
Hier könnte man in einer modernen Version beispielsweise auch auf diploide Gene erweitern. Dann könnte man Norns auch verwenden, um quasi nebenbei den Spielern Vererbungsregeln beizubringen.
Zweitens gab es gerade in Creatures 3 mehrere Ökosysteme, die ebenfalls sehr komplex waren. Zwar waren die Lebewesen deutlich simpler als die Norns, zeigten aber Abhängigkeitsverhältnisse wie zum Beispiel Jäger-Beute-Dynamik. Hier konnte man deutlich beobachten, wie dynamische Gleichgewichte in der Natur funktionieren, und was passiert, wenn man daran rumfummelt, zum Beispiel fremde Arten einführt, oder das Klima verändert.
Leider gab es da so viele Bugs, dass das Spiel im Rohzustand sehr unausgewogen war. Zum Beispiel fielen zu wenig tote Libellen in den Teich, so dass die Forellen verhungerten. Das wiederum führte dazu, dass der Eisvogel nichts zu essen hatte. Und so weiter. Ich habe JAHRE gebraucht, um durch Ausprobieren und zusätzliche Agenten (auch eine tolle Sache, dass die Spielergemeinde das Spiel derartig erweitern konnte!), dass die Ökosysteme sich FAST alleine erhalten konnten.
Hier liegt glaube ich auch ein großes Problem, das bei der Entwicklung der Fortsetzung unheimlich viel Zeit gekostet und Probleme verursacht hat. Es ist verdammt schwer, in einem KLEINEN Ökosystem ein Gleichgewicht einzustellen. Jeder, der ein Aquarium hat, weiß wovon ich rede. Je kleiner das Aquarium, desto mehr muss man eingreifen, damit die Abläufe darin nicht kippen. Und je kleiner, desto mehr wirken sich Änderungen aus. Manchmal in fataler Weise. Creatures 3 cheatet daher auch teilweise, indem einige Arten unsterblich sind, oder ausgestorbene Arten still und heimlich wieder eingeführt werden.
Aber das ist doch alles lösbar. Man müsste "nur" einen Entwickler finden, der es sich leisten kann, genug Zeit darin zu investieren, und vielleicht ein paar Biologen zu Rate zieht.
Womöglich scheitert das einfach daran, dass die glauben, eine solche Investition zahlt sich nicht aus, weil nicht genug Käufer für ein solches Spiel existieren.
Ach, an Creatures konnte man so toll herumspielen, ausprobieren, modifizieren...
Und so viel lernen, wie Lebewesen und Ökosysteme funktionieren, und wie anfällig das alles ist. Einmal an der Umweltkontrolle herumgespielt und aus Versehen auf Wüstenklima gestellt, und schon sterben die Hälfte der Arten aus. Ein Rocklice in das Nornterrarium entkommen, schon sind alle heimischen Insekten futsch.
Ich finde, es könnte nicht schaden, wenn Menschen durchaus mehr dafür sensibilisiert werden.
Das war ja deutlich mehr als Monster züchten und sammeln. Auch wenn man es natürlich auch nur so spielen konnte.
Erstens waren die Norms, Ettins und Grendels komplexe Lebewesen mit hunderten von Genen, die Instinkte, Erscheinung, chemische Reaktionen, Neuronen etc. regelten.
Das machte es ja gerade so spannend ihr Verhalten, ihre Interaktionen und ihre Reaktionen auf die Umwelt zu beobachten, und zu sehen, welche Eigenschaften sich vererben oder sogar mutieren würden.
Hier könnte man in einer modernen Version beispielsweise auch auf diploide Gene erweitern. Dann könnte man Norns auch verwenden, um quasi nebenbei den Spielern Vererbungsregeln beizubringen.
Zweitens gab es gerade in Creatures 3 mehrere Ökosysteme, die ebenfalls sehr komplex waren. Zwar waren die Lebewesen deutlich simpler als die Norns, zeigten aber Abhängigkeitsverhältnisse wie zum Beispiel Jäger-Beute-Dynamik. Hier konnte man deutlich beobachten, wie dynamische Gleichgewichte in der Natur funktionieren, und was passiert, wenn man daran rumfummelt, zum Beispiel fremde Arten einführt, oder das Klima verändert.
Leider gab es da so viele Bugs, dass das Spiel im Rohzustand sehr unausgewogen war. Zum Beispiel fielen zu wenig tote Libellen in den Teich, so dass die Forellen verhungerten. Das wiederum führte dazu, dass der Eisvogel nichts zu essen hatte. Und so weiter. Ich habe JAHRE gebraucht, um durch Ausprobieren und zusätzliche Agenten (auch eine tolle Sache, dass die Spielergemeinde das Spiel derartig erweitern konnte!), dass die Ökosysteme sich FAST alleine erhalten konnten.
Hier liegt glaube ich auch ein großes Problem, das bei der Entwicklung der Fortsetzung unheimlich viel Zeit gekostet und Probleme verursacht hat. Es ist verdammt schwer, in einem KLEINEN Ökosystem ein Gleichgewicht einzustellen. Jeder, der ein Aquarium hat, weiß wovon ich rede. Je kleiner das Aquarium, desto mehr muss man eingreifen, damit die Abläufe darin nicht kippen. Und je kleiner, desto mehr wirken sich Änderungen aus. Manchmal in fataler Weise. Creatures 3 cheatet daher auch teilweise, indem einige Arten unsterblich sind, oder ausgestorbene Arten still und heimlich wieder eingeführt werden.
Aber das ist doch alles lösbar. Man müsste "nur" einen Entwickler finden, der es sich leisten kann, genug Zeit darin zu investieren, und vielleicht ein paar Biologen zu Rate zieht.
Womöglich scheitert das einfach daran, dass die glauben, eine solche Investition zahlt sich nicht aus, weil nicht genug Käufer für ein solches Spiel existieren.
Ach, an Creatures konnte man so toll herumspielen, ausprobieren, modifizieren...
Und so viel lernen, wie Lebewesen und Ökosysteme funktionieren, und wie anfällig das alles ist. Einmal an der Umweltkontrolle herumgespielt und aus Versehen auf Wüstenklima gestellt, und schon sterben die Hälfte der Arten aus. Ein Rocklice in das Nornterrarium entkommen, schon sind alle heimischen Insekten futsch.
Ich finde, es könnte nicht schaden, wenn Menschen durchaus mehr dafür sensibilisiert werden.

