You are not logged in.

Dear visitor, welcome to TRForge Forum. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

261

Monday, March 27th 2017, 8:06pm

Auch vom Index runter ist :
https://www.amazon.de/Battle-Royale-Uncu…s=battle+royale

Das war auch schon mehr als überfällig. Ist für uns schon vorbestellt und kommt bald im April. Natürlich beide Teile. Wir hatten bisher nur die DVD-Box hier:

https://www.amazon.de/BOX-BR-Limited-Ult…ds=Battle+royal


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

262

Friday, May 12th 2017, 10:51am

Maaaaaann, diese Dauerbewerbung von "King Arthur" im Moment geht mir voll auf die Eierstöcke.
Wirklich? NOCH eine Verfilmung der Vorlage? Aber nein, dieses Mal ist sie GRITTY. :rolleyes:

Gespannt bin ich mal auf diesen Film, denn die Comics habe ich in meiner Jugend verschlungen.


Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

263

Friday, May 12th 2017, 1:16pm

Oh Valerian sieht aber echt interessant aus, den will ich auch sehen. :thumbsup:


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

Scottie

Pastafarian

Posts: 2,026

Spiele: Alle Levels

Baue: Nix

  • Send private message

264

Friday, May 12th 2017, 3:24pm

Dieses komische Tier, das die beiden angreift (am Anfang vom Trailer), sieht aus wie ein Haustier aus "John Carter-Zwischen den Welten", ein Lebewesen könnte glatt der junge Jabba the Hut sein und eine Gruppe von Ausserirdischen erinnert mich stark an das Volk der Na'vi aus "Avatar-Aufbruch nach Pandora". Aber abgesehen davon scheint es ein interessanter Film zu sein
Widerstand ist zwecklos

265

Tuesday, May 30th 2017, 10:34pm

Scheint eine nette Verfilmung des Buches zu sein. :thumbup:



Schwarze Darstellerinnen, die Autorin des Buches ist schwarz, und ebenso die Regisseurin. Das ist im nicht gerade für Diversität bekannten Filmgeschäft schon erwähnenswert.

Das Buch lese ich auch gerade, und es ist so weit sehr sympathisch geschrieben.
Mir gefällt, dass "Zen" hier nicht (wie es allgemein getan wird) als Wunderwaffe gegen das Unglücklichsein dargestellt wird, sondern als ein Coping-Mechanismus, der einen im Unglück gelähmt hält.

Ich hab ja so eine Vermutung, um welche Krankheit es sich handelt... :hmm:

266

Wednesday, May 31st 2017, 2:38pm

Quoted

Ich hab ja so eine Vermutung, um welche Krankheit es sich handelt... :hmm:


Jepp. Wie ich gedacht habe. Fuck, ich darf solche Bücher nicht lesen.
Solche Liebe gibt es nicht. Solche Männer gibt es nicht.
Die Realität tut nur noch mehr weh, wenn man so was liest. Ich sollte lieber irgendeinen zynischen, nihilistischen Scheiß lesen, wo alle Menschen Arschlöcher sind, die sich gegenseitig anlügen, ausnutzen, dem Geld hinterherlaufen, wo niemand sich um irgendwen kümmert und am Ende alle sterben.
Damit die Realität mich nicht mehr enttäuschen kann.

267

Monday, June 5th 2017, 11:30pm

Genau das ist der Grund (besser gesagt die Gründe), warum Wonder Woman so ein wichtiger Meilenstein ist.



Es freut mich daher, dass der Film nicht nur endlich ein anständiger Film mit einer Superheldin ist, sondern auch einfach nur ein verdammt guter Superheldenfilm.

Von echter Gleichberechtigung sind wir aber trotz dieses Erfolges noch lange entfernt. Das haben wir erst erreicht, wenn auch Filme mit weiblicher Hauptrolle und Filme von Regisseurinnen auch mal schlecht sein dürfen, ohne dass es für sie das vorläufige oder sogar gänzliche Ende ihrer Karriere bedeutet, weil dann die Idioten jubeln "Siehste, das kommt dabei raus, wenn man Frauen ran lässt."
An wie vielen unterirdischen Filme haben schon die großen Hollywoodstars und Regisseure mitgearbeitet, ohne dass sie deswegen weg vom Fenster waren.

Ich habe zwar eine gewisse Müdigkeit was Superhelden angeht, aber Wonder Woman werde ich mir trotzdem anschauen. :thumbsup:

268

Monday, June 26th 2017, 10:42am

Und hier mein Senf zu Wonder Woman.

Ja, es ist ein sehr guter Superheldenfilm. Wahrscheinlich sogar der Beste, den ich bisher gesehen haben. :thumbsup:
Aber perfekt ist er nicht.

Fangen wir mal mit dem Offensichtlichsten an. Der Film müsste eigentlich "Wonder Woman and Steve Trevor" heissen. :hihi:
Nachdem der Film die ausschließlich von Frauen bevölkerte Insel Themyscira verlässt, ist sie (und das kennen wir schon von Lara) eine Exotin in einer Männerwelt.
Man könnte zwar sagen, dass der Frauenmangel dem Setting (erster Weltkrieg) geschuldet ist, aber das ist ja irgendwie immer das Argument für mangelnde weibliche Repräsentation (merkwürdigerweise sogar in Fantasy und Science Fiction Welten). Aber selbst wenn man darüber hinweg sieht, ist es doch sehr auffällig, wie dominant Steve in diesem Film ist. :huh:

Ich sage nicht, dass die Story zwischen den beiden nicht funktioniert, denn das tut sie. Ich sage nicht, dass er eine problematische Männerfigur ist. Im Gegenteil.
Und ich sage auch nicht, dass es falsch ist, dass die Heldin romantisches Interesse an einem Mann hat.
Ich finde diesen "Einsamer Kämpfer" Heldentypus für beiderlei Geschlechter problematisch.

Aber mir kommt es durch Steves massive Präsenz und Wichtigkeit doch sehr so vor, als wurde es einer Frauenfigur nicht zugetraut einen solchen Film auf ihren eigenen Schultern zu tragen.
Als hätte man befürchtet, dass Männer einen Film über eine Superheldin nicht anschauen würden, wenn sie nicht dabei auch ihren eigenen Helden zu sehen bekämen. :huh:
Wie sollen Männer dann jemals lernen, sich mit Frauen und ihren Geschichten zu identifizieren, anstatt es als "Frauengeschichte" zu sehen? ?(

Nun ja, und dann kratzt der Film doch teilweise in das "Born Sexy Yesterday" Trope. :huh:
Aaaaaah ein BABY, OMFG EISCREME.
Es gibt sogar die obligatorische Szene, in der sie sich "entblößt" (nach den Maßstäben der damaligen Zeit) und gar nicht kapiert, was das Problem ist.
Und natürlich muss sie sich in den allerersten Mann verknallen, der ihr im ganzen Leben begegnet.
Ich würde gerne mal einen Superhelden sehen, der über Babies und Eis ausflippt.

Rehabilitierend ist es, dass der Film sie ansonsten ernst nimmt, und sie nicht als Fantasie für die zentrale Männerfigur gezeigt wird. Sie darf weitaus mehr und komplexere Gefühle zeigen als man es von Protagonisten dieses Genres kennt. Zentrales Thema ist dabei wie ihr Idealismus und Pazifismus mit der Wirklichkeit der menschlichen Welt und des Krieges zusammen prallen.

Hier kommt es aber wieder zu dem alten Problem von Actionfilmen: Wie inszeniert man Gewalt in positiver Weise, ohne Gewalt zu verherrlichen? :ugly:
Ein Film, der gleichzeitig eine Massenvernichtungswaffe in Person zelebriert und eine pazifistische Aussage hat, wird nicht ohne Widersprüche auskommen.
Das Thema ist natürlich reichlich kompliziert. Bedingungsloser Pazifismus wie "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin" ist problematisch und verbannt einen auf die Seite der Opfer und Verlierer, aber "Krieg für den Frieden" zu führen ist es auch. Oder wie George Carlin es überspitzt sagte: "Fighting for peace is like screwing for virginity."

Der Film zeigt zwar die Schrecken des Krieges und Dianas Entsetzen darüber, und manchmal ist Gewalt nun Mal wirklich die letzte Lösung.
Aber dann ist es immer eine Tragödie, die mit ethischen Widersprüchen einhergeht.
Deutlich wird die uneinheitliche Position des Filmes darin, dass sie die sadistische, verbrecherische Chemikerin verschont, aber die deutschen Männer, die aufgrund der Wehrpflicht quasi gar keine andere Wahl hatten als in den Krieg zu ziehen, sind nur Kanonenfutter, die keine Empathie verdienen...? ?(
Waren das etwa keine Söhne, Väter, Ehemänner? Die meisten Soldaten wollen nach Hause und Leben behalten, und nicht für die Sache ihrer Anführer kämpfen.
Der einzige Superheldenfilm (von denen die ich gesehen habe), der den gesichtslosen Soldaten/Söldner, der für die andere Seite kämpft, überraschend als Menschen darstellt, ist ...Deadpool. 8|
Was ich gelungen finde, obwohl es als Witz passiert, weil es einem auf subversive Weise die Erwartungshaltungen vorführt, die man über "menschliches Kanonenfutter" hat.

Nun ja, das war jetzt negativer als ich eigentlich vor hatte. :hihi:
Was wirklich wichtig an diesem Film ist, ist dieser Aspekt:

"Meanwhile women are so starved for powerful images of women not filtered thru a boner lens that they’re watching WW and bursting into tears."
- Laura Hudson

Man hat ja auch nicht damit gerechnet, dass so viele Frauen Tomb Raider spielen würden, und das obwohl Lara nun ein sehr klassischer Fall von "Boner Lens" ist. :rolleyes:
Aber es gibt nun Mal so wenig Darstellungen von starken, kompetenten Frauen, die sich außerhalb der Küche bewegen, dass wir nehmen was wir kriegen können.
Lara Croft ist das was Indiana Jones für Männer ist. Und ja, Frauen WOLLEN auch solche Frauenfiguren sehen. Wir wollen auch Eskapismus und Power Fantasies haben.
Wir wollen auch Lichtschwerter schwingen, übernatürliche Fähigkeiten haben, verlorene Schätze bergen, die Welt retten, Geister jagen...

Ich denke wirklich, dass die Film- und Spieleindustrie das weibliche Publikum über Jahrzehnte in dieser Hinsicht komplett unterschätzt hat.
Gebt uns mehr solche Frauenfiguren und hört auf uns mit übersexualisierten, eindimensionalen Frauendarstellungen davon abzuschrecken, Genres wie Action, Abenteuer, Superhelden etc. anzuschauen oder zu spielen, und wir geben euch unser Geld. :thumbsup:

Ebenfalls SEHR positiv: Dass die Amazonen Frauen aller Statur, Hautfarbe und Alter (ich glaube, das Durchschnittsalter der Amazonendarstellerinnen ist 41), die so atlethisch und vernarbt aussehen, wie man es von Kämpferinnen erwarten würde.

Und da sieht man, warum es wichtig ist, dass auch hinter der Kamera Frauen stehen. Ansonsten hätten wir wahrscheinlich eine Armee aus generisch schönen 20 Jährigen mit endlosen Beinen und Porzellan-Teint zu sehen bekommen.

Bleibt die Frage: Warum nur wurden die Amazonen-Armee in den ersten Teil des Filmes verbannt? ;(

269

Friday, June 30th 2017, 9:31pm

Wer hat eigentlich entschieden, dass die Welt einen Baywatch Film braucht? Hat die Serie eigentlich damals jemand geguckt, der NICHT ein 12 Jähriger war, der sich auf Silikonmöpse einen runter geholt hat? :hmm:

Luke

Unregistered

270

Saturday, July 1st 2017, 6:54pm

Ja, ein 12-jähriger, der sich auf heiße Männerkörper einen runtergeholt hat. :hihi: Nein, im Ernst, das braucht echt kein Schwein. Ein paar Mal wurde ich genötigt, solche Ami-Komödien zu schauen und bin eigentlich nur fassungslos dagesessen, weil es so unlustig und strunzdumm war.

271

Saturday, July 1st 2017, 7:21pm

Geeeeeeeeld 8) Es gibt doch nichts, was heutzutage nicht ausgeschlachtet wird. Ebenso wird alles getan, dass ein Nostalgie-Gefühl aufkommt, das wird ebenso zu Geld gemacht. Schon widerlich, wenn man so drüber nachdenkt... :rolleyes:

Wonder Woman fand ich übrigens auch sehr gut! Die Amazonen Kampfszenen waren der Hammer und ich mochte Dianas Charakter sehr. Werde Justice League auch auf jeden Fall gucken, da sie drin vorkommen wird. :thumbup: Bin auch auf Jason Momoa als Aquaman gespannt.

Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

272

Saturday, July 1st 2017, 7:22pm

Ich wüsste nicht, das die Serie damals Klamauk war, aber dieser neue Film da ist es auf jeden Fall und sowas tue ich mir bestimmt nicht an.
Hab die Serie aber nicht ganz komplett geschaut und mir war es egal ob die Damen da große Oberweite hatten oder nicht. Ist so wie bei Lara glaub ich, das ist es mir auch egal wie groß die Oberweite ist.
Man sollte nicht alles nur darauf beziehen, denn es gibt auch Leute und auch Jungs, die die Serie auch so gern schauten. Da kamen auch sehr ernste Themen zur Sprache.
Aber der Film ist wohl was ganz anderes und eher so ne Parodie, soweit ich das beurteilen kann mit dem Trailer und so. Und das war in der Serie dann doch ganz anders.Und die Mädels hatten auch viel mehr zu bieten als ihre Brüste. Nur wer es gesehen hat, kann auch drüber urteilen.


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

273

Saturday, July 1st 2017, 7:27pm

Ich habe ihn gesehen und du hast auf jeden Fall Recht, Gina. Es war nicht der schlechteste Film, den ich je gesehen habe, aber vom Humor her hatte ich mir mehr erhofft. Der war nicht unglaublich strunzdumm, aber einfach zu wenig, finde ich. Die Story und die Charaktere her dagegen waren auf jeden Fall zufriedenstellend. Auf jeden Fall hat er sich keineswegs selbst zu ernst genommen, das fand ich sehr gut. :thumbup:

Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

274

Saturday, July 1st 2017, 7:28pm

Ja, ein 12-jähriger, der sich auf heiße Männerkörper einen runtergeholt hat. :hihi: Nein, im Ernst, das braucht echt kein Schwein. Ein paar Mal wurde ich genötigt, solche Ami-Komödien zu schauen und bin eigentlich nur fassungslos dagesessen, weil es so unlustig und strunzdumm war.
Baywatch war keine Komödienserie!


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

275

Saturday, July 1st 2017, 7:31pm

Ich habe ihn gesehen und du hast auf jeden Fall Recht, Gina. Es war nicht der schlechteste Film, den ich je gesehen habe, aber vom Humor her hatte ich mir mehr erhofft. Der war nicht unglaublich strunzdumm, aber einfach zu wenig, finde ich. Die Story und die Charaktere her dagegen waren auf jeden Fall zufriedenstellend. Auf jeden Fall hat er sich keineswegs selbst zu ernst genommen, das fand ich sehr gut. :thumbup:
Naja, vielleicht gibt es ja mal eine Gelegenheit ihn anzuschauen. da vertraue ich dir mal jetzt voll und ganz.Aber neu werde ich ihn wohl nie kaufen und ins Kino dafür gehen.Kann mir aber vorstellen, wenn man so unter Freunden da ins Kino geht und seinen Spaß hat. So wird es auch gedacht sein.


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

Scottie

Pastafarian

Posts: 2,026

Spiele: Alle Levels

Baue: Nix

  • Send private message

276

Wednesday, July 19th 2017, 10:56am

Widerstand ist zwecklos

277

Friday, July 28th 2017, 9:54am

So, ich habe Valerian gesehen.

Der Film sollte eigentlich "Laureline" heissen, denn sie ist in praktisch jeder Hinsicht die zentrale Figur und der wahre Held des Filmes (was Luc Besson selbst gesagt hat). Es macht sehr viel Spaß ihr zuzusehen.
Charakterlich ist Laureline fast etwas zu perfekt geraten, um sich mit ihr identifzieren zu können. Was aber gerade Frauen leichtfallen dürfte, ist ihre Situation wieder zu erkennen.
Sie ist clever, kompetent, weiß auf sich selbst aufzupassen, dazu noch empathisch und weise. Und sie ist umgeben von Männern, die durch starrsinnige Regelnbefolgung und Rechtfertigungen glänzen.
Sie ist rangniedriger als Valerian, der ihr in der emotionalen Reife und Kompetenz aber deutlich unterlegen ist und ständig aus haarigen Situationen von ihr befreit werden muss.

Und was wirklich überflüssig und nervig war, ist dass er den Film seiner Partnerin mit Heiratsanträgen hinterher rennt, was letztendlich mal wieder normalisiert, dass es OK ist Frauen auf der Arbeit zu belästigen, und wenn man nur hartnäckig genug fragt, wird sie irgendwann schon nachgeben. Viele werden nämlich verpassen, dass sie erst zu einem "Vielleicht" wechselt, als er seine Einstellung ändert.
Und offenbar sind in der Zukunft nicht nur geschätzte 80% der Außerirdischen männlich, sondern auch der Menschen. ?(

Die zentrale Aussage des Filmes, die sich aus den obigen Themen ergibt, finde ich aber wiederum sehr gelungen. Wie auch beim Fünften Element siegt hier die Liebe.
Aber nicht die romantische Liebe, sondern die universelle Liebe. Und nicht durch einen Energiestrahl, der das personifizierte Böse zerstört, sondern durch eine Geste selbstlosen Mitgefühls.
Laureline hält dazu einen schönen "Vortrag", aber den Wortlaut finde ich leider noch nicht im Internet.

Apropos das Böse. Es ist hier nicht abstrakt und übernatürlich (gähn), sondern tritt in Form eines Menschen auf, der etwas leider zutiefst menschliches tut: Eine grausame Entscheidung mit scheinrationalen Gründen zu rechtfertigen. Und die Parallelen zu dem, was die Weißen in der Geschichte getan haben, und die auch heutzutage noch so verbreitete menschenverachtende Haltung gegenüber denen, die nicht so sind wie man selbst, sind überdeutlich. Ich will das aber nicht verraten, denn wie hier die Spuren zusammen getragen werden, was eigentlich passiert, ähnelt fast einem Krimi. Während großes amerikanisches Kino oft viel zu vorhersehbar ist (für meinen Geschmack zumindest), folgt dieser hier weniger solchen bekannten Strukturen.

...was aber auch das größte Problem des Films ist. :hmm:
Ich fühlte mich mehrfach ein wenig verloren, was das denn nun alles soll und worauf der Plot eigentlich hinsteuert. Eine gute Erzählung schafft es trotzdem, einem immer das Gefühl zu geben, dass man im Moment zwar noch nur begrenzt Informationen hat, man aber trotzdem an etwas "dran ist." Aber hier war dieser "Faden" mehrfach etwas lose. Dass man sich in einem Universum bewegt, in dem quasi alles möglich ist, macht es nicht einfacher, da es das Gefühl erzählerischer Willkür und damit auch das der Unvorhersehbarkeit vergrößert. Schwieriger könnten die Voraussetzungen kaum sein, die richtige Balance zwischen Vorhersehbarkeit und Überraschung zu erreichen. Um den Film zu genießen, muss man sich als Zuschauer also auf das Gefühl einlassen, dass man über weite Strecken nicht alles verstehen kann, was man sieht. Wie Achterbahnfahren im Dunkeln kann das aber auch Spaß machen. Wenn man so was mag. ;)

An einigen Stellen war auch der Ton des Films merkwürdig inkonsistent. Da wird ein ganzer Bus voller Agenten-Kollegen abgemurkst, und nur Sekunden später reissen die beiden schon wieder witzige Sprüche. Inklusive Laureline, die angeblich so empathisch ist. ?(

Schön sieht der Film auf jeden Fall aus, und wer Spaß an Lara Croft hat, der wird Laureline auch gerne bei der Arbeit zusehen.

Trotz meiner Kritikpunkte würde ich den Film also als sehenswert bewerten. :thumbup:

Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

278

Friday, July 28th 2017, 11:56am

Wir werden ihn uns wahrscheinlich auch im Urlaub ansehen. Dieser Film macht uns sehr neugierig und danke für deine Einschätzung, die macht mich jetzt noch neugieriger.


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

Balulie

Bärenmama

Posts: 4,295

Spiele: Lara und WOW

Location: Bei München

  • Send private message

279

Sunday, July 30th 2017, 4:27pm

Happy Birthday, lieber Arnie zum 70. :D

http://www.t-online.de/unterhaltung/star…-jahre-alt.html

Wir sind ja totale Fans von ihm , schon immer und wünschen ihm alles erdenklich Gute für die Zukunft. ( das betrifft allerdings nur seine Filme und nicht sein Privatleben.)

Sonntags ist Fimeguckentag und da mus heute was mit Arnie sein. :thumbsup:


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgenwo ein Superbär!

280

Saturday, August 5th 2017, 11:07pm

Ich bin ja ein bekannter Nörgler, aber jetzt will ich mal einen Film loben, und zwar Madagaskar 2.
Klar ist der nicht perfekt, vor allem was weibliche Repräsentation (alleine schon zahlenmäßig) angeht, und die teilweise rassistischen Stereotype...Nun ja.

Aber dafür gibt es eine Menge, die er richtig macht, und damit für mich der beste der Reihe ist.
Insgesamt finde ich es gelungen, dass alle Charaktere eine Charakterentwicklung durchmachen, und die Überwindung toxischer Maskulinität das zentrale Thema des Filmes ist.
Hier mal eine Liste von Botschaften, die mir im Film aufgefallen sind.

Eltern sollten niemals versuchen, ihre Kinder nach ihrem Abbild und Wünschen zu formen, sondern ihre individuelle Natur und Talente fördern.

Künstler sein ist ein ernstzunehmender Beruf. Und es ist auch rein gar nichts unmännlich daran, ein Tänzer zu sein.

Man kann auch ein ganzer Mann und akzeptiertes Mitglied einer Gemeinschaft sein, ohne jemanden zusammen schlagen zu können. Ich hoffe mal, die Löwen haben den Ringkampf als Aufnahmeprüfung dauerhaft abgeschafft.

Man braucht keine Muskeln, kein Superhirn und keine Superkräfte um der Held zu sein, der alle rettet. Man muss nur derjenige sein, der den Mut aufbringt sich aus der Komfortzone (Reservat) zu trauen (zumal die Komfortzone mittlerweile selbst durch die Dürre zur Gefahrenzone geworden ist...), um mal nachzugucken wo das Rohr verstopft ist.

Wer nur um der Macht willen herrschen will und diese Position mit Manipulation, Gewalt und Mobbing an sich reisst und erhält, wird erstens schnell den Rückhalt des Volkes verlieren und zweitens merken, dass herrschen alles andere als einfach ist. Es war nicht nur die Frisur von Makunga, die mich an Trump erinnert hat.

Es ist sehr wichtig für das emotionale Wohlbefinden und die mentale Gesundheit, ein geschätztes Mitglied einer Gemeinschaft zu sein, und seine Fähigkeiten einsetzen zu können. Melmans Hypochondrie und Angststörung werden erheblich besser als er sein medizisches Fachwissen in seiner neuen Position als Arzt anwenden kann, um anderen zu helfen.

Es reicht aber nicht, nur als Mitglied in eine Herde integriert zu sein. Ebenso wichtig ist es, dass man als unersetzlich und einzigartig gesehen wird. Marty wird depressiv als er merkt, dass er nur so wie alle anderen Zebras ist und keine seiner Fähigkeiten und Eigenschaften etwas besonderes sind. Seine Freundschaft mit Alex gibt ihm seine Einzigartigkeit und sein Selbstbewusstsein zurück.

Lebe jeden Tag so als wäre es dein letzter. Nur weil Melman glaubte, nur noch einen Tag zu haben, hatte er endlich den Mut, Gloria seine Liebe zu gestehen. Die meisten wichtigen Entscheidungen werden aufgeschoben, weil man denkt, man hätte ewig Zeit. Aber das ist nicht so. OK, man sollte sich vielleicht nicht gerade in Vulkane stürzen, um den Wassergott gnädig zu stimmen. Aber so einen Unsinn sollte man gründsätzlich nicht machen, denn...

Der Unterschied zwischen Vernuft/Wissenschaft und Aberglaube/Pseudowissenschaft liegt in der Kenntnis über den Unterschied zwischen Kausalität und Koinzidenz. Es wurde zwar der Staudamm gebrochen, aber natürlich beansprucht King Julian die Rückkehr des Flusses als "Beweis" dafür, dass seine hirnrissige Vulkanopfer-Idee funktioniert hat.

Es gibt einen massiven Unterschied zwischen wahrer Liebe und nur Begehren. Ernsthaft, dieser klamaukige Film stellt das so treffend dar, dass sich diese ganzen Liebesfilme für Erwachsene sich davon eine Scheibe abschneiden könnten!


3 users apart from you are browsing this thread:

3 guests